Praxistest
Um die Genauigkeit unseres TPS-Trackers unter realistischen Bedingungen zu testen, haben wir eine rund 10 km lange Joggingrunde durchgeführt.
Zwei Geräte wurden gleichzeitig am selben Oberarm montiert, um einen direkten Vergleich zu ermöglichen:
- Gerät A: ohne GPS-Korrekturdaten
- Gerät B: mit GPS-Korrekturdaten
Zusätzlich wurde getestet, wie sich das System bei LTE-Unterbrüchen verhält und ob Tracking-Daten zuverlässig zwischengespeichert werden.
Geräte-Setup
Beide Geräte am rechten Oberarm montiert. Zweck: Vergleich mit und ohne Korrekturdaten, sowie Buffering Test bei LTE-Unterbruch.
- 48E22B72 gezielt auf Event ID 2006 → bekam keine Korrekturdaten
- 66EF837F auf Event ID 1006 → mit Korrekturdaten
Analyse der Testdaten:

Testbedingungen
Die Strecke führte über mehrere Abschnitte mit schwierigen GPS-Bedingungen:
- Waldpassagen
- Hanglagen
- teilweise Mulden im Gelände
Dadurch war die Sicht auf den Himmel eingeschränkt – teilweise war nur ein Teil der Satelliten sichtbar.

Diese Bedingungen sind typisch für viele Sportevents wie:
- Trailrunning
- Triathlon
- Mountainbike-Rennen
- Langlaufrennen
GPS-Genauigkeit im Vergleich
Die schwierigen Bedingungen spiegelten sich deutlich in der geschätzten Horizontal Accuracy wider.
Diese lag häufig über 1 m, was unter solchen Bedingungen zu erwarten ist.

Trotzdem zeigte sich ein klarer Unterschied:
- Gerät mit Korrekturdaten performte durchgehend besser
- durchschnittliche Genauigkeit etwa 0.5 m
Beispiel in der Darstellung:
rechts mit Korrekturdaten, links ohne.


LTE-Unterbrüche im Test
Während der Teststrecke kam es zu Mobilfunk-Unterbrüchen, bei denen ein Gerät zusätzlich den Provider wechselte.
Analyse der LTE-Events:

Trotz dieser Unterbrüche wurden die Tracking-Daten:
- lokal gespeichert
- später automatisch übertragen
Das Resultat:
keine Lücken im Tracking.


Warum das wichtig ist
Bei vielen Sportevents kommt es regelmäßig zu Netzproblemen, z. B.:
- in Bergen
- im Wald
- in Tunneln
- bei sehr großen Events
Durch das integrierte Buffering im TPS-Tracker gehen dabei keine Daten verloren.
Synchronität der Geräte
Im Speed-Diagramm ist gut erkennbar, dass beide Geräte am gleichen Oberarm montiert waren.

Die durch die Armbewegung verursachten Geschwindigkeitsschwankungen sind bei beiden Geräten synchron, was bestätigt, dass beide Tracker exakt dieselbe Bewegung aufgezeichnet haben.
Fazit
Der Praxistest zeigt deutlich:
- GPS-Korrekturdaten verbessern die Positionsgenauigkeit erheblich
- selbst unter schwierigen Bedingungen im Wald liegt die Genauigkeit bei etwa 0.5 m
- LTE-Unterbrüche führen nicht zu Datenverlust, da alle Daten lokal gespeichert werden
Damit erfüllt das TPS-System wichtige Anforderungen für Sportevents:
- präzise Positionsdaten
- zuverlässiges Live-Tracking
- stabile Datenübertragung auch bei schlechter Netzabdeckung